ChFra: Ausübung von illegalen Handlungen
[…]
Förderung von Piraterie
TheHexer_pcg: Würde für GOG sicherlich als Argument schon ausreichen, egal wie hinfällig das wäre.
GOG macht GOG-Sachen, das wissen wir alle.
Und getreu dem Motto "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern" könnten sie dich ja trotzdem von hier bannen, weil es eben ihre Plattform ist.
Ich muss dich ja auch nicht bei mir zuhause dulden und kann dich rausschmeißen, wenn du mir auf den Zwirn gehst. =D
Da könnte man natürlich auch einen riesen Rechtsstreit anzetteln aber das wird sich für so einen "läppischen" Forenzugang nicht lohnen.
Richtig, ist mir aber egal, was die machen: ich habbe vorgesorgt und lade allnächtlich automagifiziert alle relevanten "Offline-Installer" samt "Extras" runter und bewahre alle Versionen auf.
So kann mir das Geheul egal sein, das ich vermehrt von Widnows-Seite lese: geht nur noch mit 10 & 11, XP–8.1 haben sie ausgebaut und erdreisten sich, das „Game Preservation“ zu nennen.
Wenn die mich rauskanten, verliere ich nebenbei also auch nicht den Zugang zu den Spielen, die ich „gekauft“ habe, wie all die „Galaxy-Jünger“ hier, sondern kriege halt keine künftigen Überarbeitungen mehr von denen und muß sie mit der DSGVO traktieren, um sicherzustellen, daß sie alle meine Daten löschen (einschließlich Kreditkarten-Nummer), anstatt mich in der Datenbank nur als „unerwünschte Person“ zu markieren. Ist ja ein Kommerzladen, für den Sicherheit nur ein „Kostenfaktor“ ist und wird daher früher oder später „gehackt“ werden, wie alle anderen auch. Dann wären sie mich halt los und ich würde auch ensprechende Anti-Werbung machen. Wäre denen egal, weil ich kein „guter Kunde“ bin, also mich durch nichts in einen Kaufrausch versetzen lasse und zuvor in der "gogdb.org" nachschaue, ob der Preis unten ist (die fahren ja diesen „Rechteck-Funktions-Psycho-Trick“) und auch nur was zahle, wenn explizit eine Linux-Version angeboten wird.
ChFra: Man kann natürlich einen auf „(Ober)land(es)gericht Hamburg“ machen und in Internet- und Presseangelegenheiten stets die absurdeste Interpretationsmöglichkeit wählen und hier die Nutzung des Werkes auf dem PC an Stelle des proprietären, „zugenagelten“ BD-Abspielers als dennoch illegal ansehen, zwar nicht strafbar, aber womöglich „abmahnfähig“
TheHexer_pcg: Genau so kann ich mir das gut vorstellen, wenn dich mal richtig einer ansche*ßt.
Recht haben und Recht bekommen sind ja immer noch zwei Paar unterschiedliche Schuhe.
Mich würde es nicht wundern, wenn da irgendein Winkeladvokat das Recht zu deren Gunsten auslegt.
Mich auch nicht, aber bin „Freifunker“, da hat man das gleiche Problem auch mit den
denselben Mafiosi, Stichworte: „Mitstörerhaftung“ (laut Parteipolitik abgeschafft, wirkt nur nicht so recht), „Unterlassungsanspruch“.
TheHexer_pcg: Nur mal nebenbei: Hast du mitbekommen, was Fender gerade abzieht?
Ja, genau wegen solcher Vorkommnisse plädiere ich für einen offensiven anstatt angstgetriebenen Umgang mit dem Thema.
Warum werden die wohl letztendlich nicht damit durchkommen? Genau, weil es einen riesigen „Aufstand“ gibt, der sogar bis in dieses recht „musikferne“ Forum hier reicht, wie man sieht.
Meine Gedanken dazu:
Das ist ein Versäumnisurteil, das heißt wahrscheinlich hat der beklagte Chinese GAR NICHT reagiert und das war wahrscheinlich auch so einkalkuliert – das Gericht hat also nur die Fender-Seite gehört und ist auch prompt auf
deren Mär vom künstlerisch-überragenden Design reingefallen.
Musiker meinen dazu, damit so ein Teil nicht zu schwer und falsch ausbalanciert wäre, gäbe es ja schon gar nicht allzu viele Möglichkeiten. Sinngemäß: anstatt hier und da ein Ausgleichsgewicht dranzuschrauebn, haben sie's lieber „schön“ gemacht.
Zur jahrzehntelangen Ignoranz von Nachahmungen:
Man kann zwar sagen, daß es nicht mit der Zeit „richtiger“ wird, etwas abzukupfern, indes gelten in der Rechtsprechung für „Normalfälle“ Verjährungsfristen, in DE sind's 3, in BE 4 Jahre (glaub') und wenn man nach Kenntnis vom Unrecht so lange nichts unternimmt, nehmen die Gerichte diese Zeiträume dann auch für Fälle her, wo das explizit so in keinem Gesetz steht. Es wird also in der Regel so ähnlich geurteilt, wie wenn einfach wer seine Rechnung nicht bezahlt hätte, irgendwann kann der Schuldner „Ätsch!“ sagen.
Daß es letztendlich keinen Bestand haben wird, bedeutet indes nicht, daß so mancher beklagte Kleinbetrieb nicht allein an dem Zusatzaufwand pleite gehen könnte.
Vermutungen meinerseits: bei Fenders zu Hause herrscht „Common Law“, bei denen sind „Präzedenzfälle“ viel wirchtiger als hierzulande (Juristen behaupten gar gerne, hier gäb's die gar nicht, aber das stimmt nicht, sie heißen halt einfach nicht so und habenweniger Bindungswirkung). Mir scheint demnach, die haben die Nützlichkeit dieses Versäumnisurteils zu ihren Gunsten deutlich überschätzt. Was diese Vermutung stützt: die haben sich gleich als nächstes auch an einem „Riesen“, Thomann, vergriffen. Weiterhin haben sie die „Recichweite“ über die betroffenen Händler hinaus vermutlich unterschätzt.
TheHexer_pcg: Manche wollen dann eben ruhiger leben und reden nur unter bestimmten Bedingungen über solche Themen.
Ja, aber wenn sie solche Diskussionen aktiv (quasi schon mit den „Argumenten“ des Gegners) abwürgen, anstatt beispielsweise einfach nicht zu antworten, ist das keine persönliche Entscheidung zu Selbstschutz mehr, sondern verstärkt indirekt die mißliche Lage.
TheHexer_pcg: Ich verstehe auch deinen Standpunkt. Warum sollte man also nicht darüber sprechen, wenn es nicht illegal ist?
Schließlich wäre alles andere dann nur (Selbst)zensur.
[…]
Ich traue diesbezüglich niemandem mehr.
Weder unserem Staat, noch der Justiz und schon gar nicht einem Forum wie diesem hier.
Ja, den "Schwanz einkneifen" ist da auch keine Option aber was wäre die Alternative?
Die Masse ist bereits trainiert worden jeden Mist mitzumachen.
Da kann ich wenigstens mein Gewissen damit beruhigen, drm-freie Spiele kaufen zu können.
Und ich habe da wenigstens ein striktes Konsumverhalten.
Was ich, als Besitz nicht in mein Eigentum eingliedern kann, wird von mir nicht mit Kaufkraft unterstützt.
Genau wegen Deiner selbst hier oben angebrachten Argumente plädiere ich eben für einen kämpferischeren Umgang mit dem Thema. Wenn allerdings die Furcht vor GOGs „Hausrecht“ und deren unterstellter Furcht vor der „Mafia“ größer ist, als der Wunsch, etwas zu verändern, dann wird es
schlimmer. GOG macht schon bedenkliche Dinge mit Quasi-DRM, das sie nicht so nennen und sie schmeißen sich Amazon an den Hals und alle hier jubeln nur über die „kostenlosen“ Spiele. Jo, ich greife die auch ab, auch welche, die ich nicht „kaufen“ würde, aber mit der Überlegung, daß bei „verfallenden“ Codes die ganze Kohle bei Amazon verbliebe – kenne die Verträge nicht, aber ist kaum anzunehmen, daß Amazon die einfach pauschal „aufkauft“. Mir wäre halt lieber, all das gäbe es nicht, aber die kurzfristige Kommerz-Gier und die Dämlichkeit der „Gemeinschaft“ hier, die solche Dinge schlicht nicht hören will (deswegen habe ich mich aus dem deutschsprachigen Geschenke-Thread schon zurückgezogen, „Schizo“ kapiert's nämlich meines Erachtens nicht), sorgen schon noch dafür, daß sich nicht nur nichts ändert, sondern GOG am Ende entweder verschwindet oder genauso schlimm wird, wie der Rest.