Interessantes Konzept, ABER...
Das grundsätzliche Gameplay ist überzeugend und interessant. Sich ein eigenes Gefängnis aufzubauen, ist mal ein anderer Ansatz und die Mittel, die zur Auswahl stehen, sorgen für genug Tiefe, dass man richtig große Strukturen und sogar eigene kleine Infra-Systeme gestalten kann. Auch bietet das übersichtliche Menü doch einige Einstellungen, die eine Vielzahl an Szenarien in dem Spiel ermöglichen.
Teilweise nervig ist auch das Verhalten der Gefangenen. Man stelle sich nur vor, es haben gerade eine Reihe Gefangener versucht, aus dem Gefängnis zu fliehen und die Wachen haben sie erfolgreich aufgehalten. Dumm ist nur, wenn die Gefangenen dann draußen in Handschellen oder sogar noch bewusstlos einfach liegengelassen werden. Mir sind schon hunderte Gefangene gestorben, weil die Wachen sie nicht abgeführt haben und es dann entweder zu regnen angefangen hat oder die Temperatur zu kalt war oder was auch immer der Grund dafür war, dass sie dann plötzlich gestorben sind.
Ähnlich aufwändig ist die Suche nach Tunneln. Immer wieder fallen meinen Hundewachen Tunnel auf. Aber ich kann gefühlt noch so oft mein Personal in die Zellen schicken, Razzien durchführen lassen oder Tunnel suchen lassen, trotzdem kommen immer wieder Gefangene durch.
Noch schlechter ist das Bedürfnissystem geregelt. So klagen meine Angestellten ständig über Nichterfüllung ihrer Bedürfnisse. Dabei haben sie jetzt schon 20 oder sogar 25 % ihrer Zeit Pause, das Gefängnis ist voll mit Personalräumen und in gefühlt jedem Flur ist jetzt sogar eine Toilette. Trotzdem sinkt die Moral zusehens. Einzige Lösung: Mehr Personal einstellen, dass einem die Ausgabekosten explodieren (inzwischen habe ich mehr Personal in meinem Gefängnis, als Gefangene). Das finde ich wirklich lästig und solche performativen Wermutstropfen sind auch der Grund dafür, warum ich das Spiel nicht mit einer höheren Bewertung, als mit 3 Sternen bewerten kann.
Es hat Potenzial, aber leider auch erkennbares Verbesserungspotenzial.