Ein unpolierter, schwarzer Diamant
Zuletzt in Vorbereitung auf das erscheinene Sequel durchgespielt. Mit allen DLC.
Die Pixelgrafik ist zum Verlieben (wenn mal Pixelart mag) und überbordend voll mit Details. Diese Ähnlichkeit zu Stardew Valley dürfte auch einige der schlechten Kritiken erklären, da sie die Erwartungshaltung auf einen Klon der Farming-Sim schürt. Das stimmt aber nur zum Teil. Ja, es gibt nen Garten, Fischen, NPCs, Tag-und-Nacht-Rhythmus. Was es aber nicht gibt, ist eine freie Wahl was die Story angeht. Oder - etwas überspitzt- die Wahl einer Haarfarbe des Charakters. Man spielt gegen die vorgegebenen Mechaniken zu einem definierten Ende. Das klingt viel trockener als es sich spielt, denn das Spiel hängt einem genug Miniziele direkt vor die Nase, so dass sich das "nur noch eine Quest"-Gefühl voll entfalten kann. Das Spiel hat Ecken und Kanten. Ja, Alchemie, ohne nebenbei das Wiki offen zu haben, ist anstrengend. Ja, die Balance ist wie sie ist. Ja, die Wege sind manchmal zu lang. Aber dafür ist Fantasywelt stimmig, der Sound großartig und der Humor ... Geschmackssache. Mein Geschmack ist es jedenfalls. Wer aber bei Themen wie Tod oder Hexenverbrennung getriggert wird, dessen wahrscheinlich nicht. Freunde von popkuturellen Referenzen kommen hingegegen auf ihre Kosten.
Da in der PC-Basisfassung "Breaking Dead" enthalten ist, ist auch fast kein nerviges Grinden mehr notwendig. DIe anderen DLC sind "more from the same" und nicht zwingend erforderlich.
Ich freue mich übrigens sehr auf GK2. Hört ihr GOG?! Hört, ihr?!
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