Shamino Sallé Dacil: Linux‑Distributionen sind alle wie das Schiff des Theseus
Spannender Ansatz. Da bin ich gerne dabei. ^__^
Ich würde das allerdings etwas differenzieren und wenn, dann schon den "Maßstab" überall da ansetzen, wo auch "Ersatzteile" angeboten werden.
Beispiel Oldtimer.
Es gibt Leute, die wollen nur "original". Da muss selbst die kleinste Schraube original sein und darf keine Replik oder ähnliches sein.
Das geht vom Kleinteil, bis hin zum gesamten Auto.
Manchen reicht es aber auch, wenn es nur original aussieht oder manche freuen sich, dass sie überhaupt irgendein Ersatzteil bekommen, dass gerade so zum Gesamtbild passt. Hauptsache die Kiste läuft.
Das ist wie GTK4 in einem GTK3-System. Passt rein, sieht aber scheiße aus. =D
Der Oldtimer bleibt, sofern es nur um ein repliziertes Ersatzteil handelt, im Kern immer noch derselbe.
Andernfalls höchstens der gleiche. ;-)
Oder diese ganzen Retro-Neuauflagen von alten Spielekonsolen.
Wo bleibt da der Charme, also die Identität, des Originals?
Oftmals wird das dann erklärt mit der "nostalgischen Verklärung".
Ich würde eine fertige Desktop-Linux-Distribution eher wie eine Art "Serviervorschlag" betrachten.
Es ist die erste Idee des Entwicklers.
Heutzutage kommt doch gefühlt jede Woche eine neue "Gaming-Distribution".
Wo ist da die "Identität"?
Unter der "Haube" sind sie ja alle gleich und du kannst dir, wenn du willst, alles nachinstallieren oder nachbauen.
Erst durch das Zutun des Nutzers, bekommt das System seine eigene, vollkommen individuelle Identität.
Das System bleibt im Kern immer dasselbe.
Ich sehe es auch überhaupt nicht als schlimm an, dass Software sich weiterentwickelt oder eben stirbt. (Spieleerhaltung hier mal ausgeklammert, obwohl ich deswegen hier auch ein GOG-Repo fordern würde. Wenn schon Spieleerhaltung, dann für alles und jeden.).
Ich verstehe worauf du hinaus willst, sehe das aber überhaupt nicht als (system-)kritisch.
Wozu gibt es denn Software-Forks?
Als Beispiel, Linux Mint mit seinen X-App-Forks.
Das dient ja durchaus auch dazu, eine Identität zu bewahren, wenn man das so sehen will.
Shamino Sallé Dacil: Appimage, Snap, Flatpak
Finde ich durchaus ok, wird sich aber kein Publisher/Entwickler antun wollen, da zu viel Aufwand = zu viel Geld.
Hier ist die "Linux-Vielfalt" dann vielleicht doch hinderlich und man sollte sich, wie jetzt eigentlich auch, auf einen Weg einigen. Paradox, ich weiß.
Also bleibt nur "der Linux-Weg" über ein Repo.
Man sollte auch nicht vergessen, dass auch diese drei Wege nicht immer zu hundert Prozent einwandfrei funktionieren.
Ich erinnere mich da noch an diverse OpenSCAD-AppImages, die bei mir nicht starten wollten.
Shamino Sallé Dacil: Emulatoren etc.
Haben teilweise auch einen Konfigurationsaufwand. Ist das dann auch "(Linux-)Gefrickel"?
Shamino Sallé Dacil: Microsoft hat sich geöffnet.
Haben die das auch schon mitbekommen? =D
Ich frag mich eigentlich immer, wo Microsoft hin will.